Brugger: „Brunecker Bürgermeister ersetzt Stadträtin nicht“

Brunico Italy„Auch in Bruneck scheinen die SVP und die italienische Rechtspartei, nicht besonders Frauenfreundlich zu sein. Nach der Ablehnung der doppelten Vorzugsstimme im Wahlgesetz seitens des Regionalrates und das Umgehen der Frauenquote von den Gemeinden Glurns und Kurtinig, ist das ein weiteres Zeichen von der Geringschätzung der Gleichberechtigung und der Anteilnahme der Frauen an das politische und  gesellschaftliche Leben“ so Cornelia Brugger, Gemeinderätin der Demokratischen Partei, bezüglich der Entscheidung des Bürgermeisters Roland Griessmair. Die zurücktretende Stadträtin für Kultur und Wirtschaft Getrud Niedermair Pescoller, die aufgrund der unterschiedlichen Ansichten im Bereich des Stadtmarketings, wurde von Bürgermeiste nicht durch einer Frau, sondern durch den SVP Gemeinderat Anton Mair unter der Eggen ersetzt.

„Das Problem ist hier nicht die Berufung von Mair unter der Eggen, der die meisten Vorzugstimmen bei der Wahl 2014 bekommen hat und meines Erachtens besonders fähig ist, sondern das Vorgehen der SVP Stadtregierung und der rechten Bürgerliste „Il Polo di Brunico“, des Vizebürgermeisters Renato Stancher. Diese haben die Frauenquote in dem Gemeindeausschusses auf die einzelne Präsenz der Stadträtin für soziales Ursula Steinkasserer reduziert. Ich bin mir sicher, dass es in Bruneck, innerhalb des Gemeinderates sowie auch in der Zivilgesellschaft, Frauen gibt die imstande wären die Arbeit einer Stadträtin zu verrichten.“

Cornelia Brugger betont auch noch „dass der Bürgermeister bei der Berufung des Gemeindeausschusses, wegen bestimmten Probleme innerhalb seiner Partei, nicht Mair unter der Eggen sondern Christof Baumgartner berufte. Im Nachhinein kündigte der Bürgermeister erstmals an, dass er ein Wechseln der Gemeinderäte in der Mitte der Legislaturperiode sich überlegt hatte. Nachher dachte man aber an eine Erweiterung des Gemeindeausschusses, um weitere Spannungen innerhalb der Partei zu vermeiden. Der Rücktritt von Niedermair Pescoller ist für den Bürgermeister rechtzeitig gekommen. So konnte er den Parteiinternen Konflikt durch die Verringerung der Frauenquote im Gemeindeausschuss meiden. Die Entscheidung des Bürgermeisters widerspricht, vor allem wegen der kurzfristigen Änderung des Wahlgesetzes, das Gesetzt nicht. Dennoch handelt es sich um eine politische Entscheidung, die gegen der Anteilnahme der Frauen an der Politik bzw. in der Verwaltung gerichtet ist. Man sollte mit Fakten und nicht mit Slogans die Frauen unterstützen. Diese Möglichkeit wurde in Bruneck nicht wahrgenommen.“