Brugger und Prader: „der PD muss im Bereich Spracherwerb viel mutiger sein“

Scuola Langer Bolzano„Man muss mutiger sein, um die mehrsprachige Bildung auch in der deutschsprachigen Schule durchzusetzen“ so die zwei deutschsprachigen Gemeinderätinnen der Demokratischen Partei Cornelia Brugger (Bruneck) und Renate Prader (Brixen).

„Der Landesrat Christian Tommasini leistete bei der italienischen Schule eine bemerkenswerte Arbeit, wodurch der Ausbau des deutsch- und englischsprachigen Unterrichts ermöglicht wurde. Genau so positiv ist das neue Projekt der mehrsprachigen Schule „Ghandi“ in Leifers, die nach dem Vorbild der „Langer“ Schule in Bozen umgesetzt wurde. Wenn wir aber eine Partei für alle sein möchten, mit keinem ethnischen Denkmuster, müssen wir als DemokratInnen Verantwortung für die Forderungen der deutsch- und mehrsprachigen Familien übernehmen“.

Für Brugger und Prader ist die deutschsprachige Schule derzeit nicht in der Lage konkrete Antworten auf die Bedürfnissen zu geben, die seitens vieler Familien geäußert werden. Auch das von Philiph Achammer ins Leben gerufene Projekt, ist laut den Gemeinderätinnen nicht der richtige Lösungsansatz für das Problem. Es ist notwendig, starke und innovative Projekte zu initiieren, um allen Kindern ein mehrsprachiges Sprachangebot anbieten zu können. Die zwei Gemeinderätinnen betonen, dass der PD mehr Mut braucht, um diesen Forderungen aus der Gesellschaft eine Stimme zu geben. Diese sind fortschrittlicher, als die Politik, die sie vertreten sollte. Unser Land muss diesbezüglich in der Zukunft offen mit dem Spracherwerb umgehen (Italienisch, Deutsch, Englisch), um ein effektives Bindeglied zwischen dem Norden und dem Süden Europas zu sein.