Sanitätsreform: Verzögerungen und Widerstand. Nein zur einer Scheinreform

sanita_medicoDie Arbeitsgruppe „Sanität“ des PD traf sich gemeinsam mit dem Vizelandeshauptmann Christian Tommasini am 18. Oktober und zeigte sich besorgt über die Lage der Sanitätsreform.

In den letzten zwei Jahren hat die Demokratische Partei dezidiert den von der Landesrätin Martha Stocker eingeschlagenen Weg unterstützt und diesen nicht nur geteilt sondern auch beeinflusst, um die Situation des südtirolerischen Gesundheitswesen zu verbessern.

Die Partei hat sich unter anderem stark an der Reformarbeit durch die Ideen ihrer Arbeitsgruppe beteiligt, die außergewöhnliche Kompetenzen nachweisen konnte. Nach zwei Jahren und großem Engagement fragt sich nun die Partei: Wird diese Reform durchgeführt oder nicht?

Sehr viele Bedenken entstehen sobald man täglich wahrnehmen muss, dass die Bemühungen der Landesrätin Stocker und des Generaldirektors Thomas Schäl nicht auf die entsprechenden Unterstützung innerhalb der Sammelpartei zählen können. Ganze Teile der Reform stoßen zurzeit, vor allem im Rahmen des Zusammenschlusses der Gesundheitssprengeln von Bruneck und Brixen, auf Widerstand unterschiedlicher Interessensgruppen innerhalb der SVP.

Deswegen richtet sich unser Appell direkt an den Landeshauptmann Kompatscher: ist der politische Wille das südtirolerische Gesundheitswesen zu reformieren vorhanden oder hat man diese ganze Zeit dazu investiert, Erwartungen zu erzeugen, ohne dass sich am Ende überhaupt etwas verändert?

Wird Stocker, Schäl, der Demokratischen Partei, sowie auch den Arbeiter_Innen des Gesundheitswesen und den Gewerkschaften endlich die Möglichkeit gegeben, arbeiten und handeln zu können, um die Qualität der Dienstleistungen zu verbessern und gleichzeitig diese Reform auch für den Haushalt tragbar zu machen?