Social Housing: Eine moderne Wohnbaupolitik für die Euregio

Social housing bolzanoDie Sozialdemokraten der Euregio (PD Südtirol, PD Trentino und SPÖ Tirol) entwerfen ein neues Konzept des Wohnens. Nicht nur die Wohnung sicherstellen, sondern auch dafür sorgen, dass die entsprechende soziale Einbettung vorhanden ist, die erst dann zu echter Lebensqualität auch in den Beziehungen der Menschen führt. Das Projekt nennt sich Social Housing und richtet sich an jüngere und ältere BürgerInnen und Familien, die das Wohnen als Gemeinschaftsleben wahrnehmen möchten.

„Um die Probleme der Sozialwohnungen lösen zu können, müssen wir das Gemeinschaftsbewusstsein stärken“ so Christian Tommasini, Referent für das Ressort Wohnbau und Genossenschaften. Der Perspektivenwechsel, der heute stattgefunden hat – nämlich sich für die anderen einsetzen und sich um die anderen kümmern – wird den sozialen Wohlstand stärken. Die tendenzielle Alterung der Gesamtbevölkerung wird in den nächsten Jahren zu wachsenden Kosten im Sozialbereich führen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken ist es notwendig, die Menschen auf ein Niveau bringen, auf dem ein sozial gekennzeichneter Wohlstand dafür sorgt, dass Sozialdienste und Gesundheitswesen geringere Unterstützungsleistungen erbringen müssen.

„Wenn es den Bürgerinnen gut geht, weil sie gut leben, dann benötigen sie weniger Sozialhilfe und Betreuung, und die entsprechenden Ressourcen können verwendet werden, um bessere Wohnungen zu bauen und neue Arbeitsplätze für Jugendliche zu schaffen“ so Thomas Pupp, Tiroler Landtagsabgeordneter der SPÖ.

Das soziale Wohnen ist eine Herausforderung für die Demokratische Partei PD in Südtirol. Die Partei will sich gemeinsam mit den zwei euroregionalen Partnern einsetzen, um das Social Housing als eine Landes- bzw. Dreiländerpriorität festzulegen.

„Bozen wird sich stark auf alternative Formen des Wohnen fokussieren, damit die Integration zwischen unterschiedlichen Generationen und Kulturen geleistet werden kann und dadurch eine Gemeinschaft entstehen kann“ so Bürgermeister Spagnolli. Der Bürgermeister betonte noch, dass im Fall des Wahlsieges der Demokratischen Partei die Schaffung von Wohnmöglichkeiten und sozialen Räumlichkeiten für Jugendliche zur Priorität der Stadtregierung werden.

Luca Zeni von der Demokratischen Partei des Trentino bemerkte: „Wir können heute eine gute Basis für die Zukunft schaffen, wenn unsere Jugendlichen von Zuhause ausziehen können und sich in der Arbeitswelt behaupten.“

Am Ende der Veranstaltung wurde ein Antrag vorgestellt, der demnächst in den Dreierlandtag eingebracht wird, um die Kooperation in der Euregio zu fördern und alle Landesregierungen der Euregio dazu zu verpflichten, die Entwicklung von territorial passenden Social Housing Konzepten zu unterstützen.

Für die Demokraten ist die Entstehung einer gemeinsamen euroregionalen Wohnungspolitik, die im Einklang mit den Werten der Solidarität und des sozialen Zusammenhalts steht, eine absolute Notwendigkeit. In diesem Zusammenhang wird die Errichtung von besonderen Rechtsinstituten erwünscht, damit die Social Housing Projekte auch konkret umsetzt werden können und die Mobilität der Jugendlichen innerhalb der Euregio tatsächlich unterstützt wird.

Sehr zufrieden ist Daniel Russo, Euregio-Referent der Demokratischen Partei: „Heute wurde ein Meilenstein der politischen Euregio gesetzt. Mit konkreten Vorschlägen und Lösungen, entwickelte das sozialdemokratische Verständnis der Gemeinschaft und des Wohlstands gegen die konservative Idee der kleinen und voneinander getrennten Gemeinschaften eine Alternative“.

Die Demokratische Partei Südtirol, PD Trentino und SPÖ Tirol wollen dieses ehrgeiziges Projekt durchsetzen, um der Euregio eine stärkere politische Ausrichtung zu geben.