Schule ist wichtiger Punkt in der PD-Agenda für Italien und Südtirol

Iniziativa scuola a BressanoneIm „Forum“ in Brixen organisierte die Demokratische Partei am Montag eine Veranstaltung, die ein breites Publikum anzog: „Südtirol: Die Schule im Mittelpunkt“.

Senatorin Francesca Puglisi, Schulreferentin im gesamtstaatlichen Parteivorstand, präsentierte die Richtilinien der Reform „La buona scuola“ (die gute Schule), welche im Parlament derzeit diskutiert wird.

Diese Reform will innerhalb der italienischen Schule, nach Jahrzehnten endloser Diskussionen, eine Modernisierung durchführen.

Carlo Costa, Mitglied des Landesausschusses der Partei, betonte, dass heute das Interesse an der Schule gewachsen ist, weil sich die Perspektive grundsätzlich geändert hat. Endlich ist das Thema in der Agenda der Demokraten, die jetzt an der Regierung sind, an vorderster Stelle. Die Schule wird als Treibfeder für die Entwicklung der Gesellschaft und den Aufschwung der Wirtschaft verstanden.

Francesca Puglisi berichtete über die Eckpfeiler des Programms: die Stärkung der Schulautonomie, damit die Projekte innerhalb der Schulen beschlossen und umsetzt werden können, so dass die Schulen ihre eigene Identität gestalten können; die neue Interpretation der Rolle der Lehrenden, die in ihre Kompetenzen gestärkt werden müssen und aus der Falle des Prekariats gerettet werden sollen. Zudem noch die Entwicklung von neuen Wettbewerben und Weiterbildungsmöglichkeiten, die für die heutigen Herausforderung angebracht sein müssen.

Sehr wichtig ist die Umgestaltung des Verhältnisses zwischen Schule und Arbeitswelt, weil die Kompetenzen der SchülerInnen durch Praktika und ähnliche Erfahrungen in der Arbeitswelt durch 200 Stunden für alle Oberstufen (bis 400 Stunden für technische Fach- und Berufsschulen) gestärkt werden müssen. In diesem Bereich gehört auch noch der aufbauende persönlicher Lebenslauf für alle SchülerInnen, der diese durch die Ausbildung begleitet und dann dazu hilft, sich in der Arbeitswelt zu orientieren. Die Senatorin hat im Nachhinein auch unterschiedliche Themen angesprochen, die besonders wichtig für das Südtiroler Bildungssystem sind. In erster Linie lobte sie die Einführung des CLILs, der den Sprachunterricht mit einem besonderen Fachunterricht koppelte; das Dual-System, welches ein fließender Übergang zwischen Ausbildung und Arbeitswelt ermöglicht hat und dadurch das Aufwerten der Talente erzielte.

Vize-Landeshauptmann Christian Tommasini zeichnete die positiven und die negativen Eigenschaften des Südtiroler Bildungssystems auf. Im Einklang mit der nationalen Reform war das Schulsystem in Südtirol schon einige Schritte voraus – so Tommasini – wenn es um Mehrsprachigkeit, Arbeitskultur und Einführung des Dual-Systems ging. Der Landesrat betonte auch, dass die Entwicklung, die auf nationaler Ebene in diesem Bereich stattfindet, sehr positiv sei. Diese Umwandlung der Schulwelt, die endlich eine einheitliche und systematische Ausrichtung bekommt.