Brugger: Stadtrat Bruneck soll sich für Zustimmung zu Organspende im Ausweis einsetzen

06pae-dozza-donazione-organi1„Bürgermeister von Bruneck Roland Griessmair und seine Mehrheit sollen sich dafür einsetzen, dass der Personalausweis zum Instrument für die Zustimmung zur Organspende wird.“ Das wird von der Gemeinderätin der Demokratischen Partei Cornelia Brugger gefordert, nachdem ihr Antrag mit der Begründung abgelehnt wurde, dass das Land hier bereits aktiv sei.

„Es stimmt, dass der zuständige Referent in der Landesregierung daran arbeitet, aber die Beschlussmacht liegt letztendlich bei den Gemeinden. Die Demokratische Partei fordert in Meran schon sei 2012 die Einführung der Prozedur. Da der Gemeindeverband sich noch nicht mit dem nationalen Transplantationszentrum in Verbindung gesetzt hatte, entschied Bürgermeister Januth mit dem Stadtrat, die Gemeine mit der entsprechenden Software auszustatten um das Verfahren zu initiieren. Ich wünsche mir, dass die Mehrheit und der Bürgermeister ihre Entscheidung zu diesem Projekt ändern, damit Bruneck in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle für andere Gemeinden in Südtirol werden kann.

„Unsere MitbürgerInnen könnten bei der Erneuerung des Personalausweises ihre Zustimmung oder Ablehnung zur Organspende bekannt geben und diese im Ausweis eintragen lassen. Die Daten würden dann in Echzeit an das nationale Transplantationszentrum übertragen. Heute ist die einzige Möglichkeit, den eigenen Willen bezüglich Organspende beim Sanitätsbetrieb zu hinterlegen, oder diesen auf einen Zettel schreiben und in der Tasche tragen. Falls eine von diesen beide Unterlagen nicht vorhanden ist, entscheiden die Angehörigen. Dieser Vorrecht bleibt der Familie vorbehalten, falls kein ausdrückliches „ja“ oder „nein“ im Personalausweis registriert wurde. Der Grundsatz der stillschweigenden Zustimmung, welcher von einem Gesetz 1999 vorgesehen war, ist wegen praktischer Schwierigkeiten nicht realisiert worden.

Für die Gemeinderätin der Demokraten „würde dieses Instrument das Bewusstsein der Bevölkerung zum Thema Organspende erhöhen. Außerdem könnte eine erhöhte Anzahl an SpenderInnen erreicht werden und dadurch eine deutliche Verkürzung der Wartelisten stattfinden.“