Brugger: „Auch in Bruneck den Ausweis zur Organspende-Erklärung nutzbar machen“

carta_identita“Den Personalausweis nutzen, um die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zur Organspende anzuzeigen”. PD-Gemeinderätin Cornelia Brugger hat diesen Vorschlag ins Brunecker Rathaus gebracht, um den Stadtrat um Bürgermeister Griessmair dazu zu bewegen, auch im Pusterer Hauptort zu ermöglichen, was in zahlreichen Gemeinden bereits Realität ist.

„Unsere Mitbürger können somit zum Zeitpunkt der Erneuerung des Personalausweises ihre Zustimmung oder Ablehnung zur Organspende geben, und dies wird mit einer Ergänzung in den Ausweis aufgenommen. Die Daten werden dann in ein Computersystem aufgenommen und in Echtzeit an das Nationale Transplantationszentrum (CNT) übermittelt. Bisher müssen alle, die ihren Willen für oder gegen die Organspende ausdrücken wollen, dies dem Sanitätsbetrieb melden oder auf ein Blatt Papier schreiben, das sie immer dabei haben sollten. In Ermangelung dieser beiden Aussagen ist es die Familie, welche die Entscheidung trifft. Der Grundsatz der stillschweigenden Zustimmung, der durch das Gesetz von 1999 vorgesehen ist, wird wegen der schwierigen Realisierung nicht angewandt.“

“Dieses neue Werkzeug erhöht die Sensibilität für das Thema Organspende in der Bevölkerung und soll auch die Wartezeiten für die Empfänger verkürzen”, so Cornelia Brugger. “Dank der Meraner PD-Ratsfraktion, die bereits im Jahr 2012 denselben Vorschlag einbrachte, wurde in der Passerstadt nun endlich die nötige Software bereitgestellt, um das neue Verfahren in zu starten. Ich hoffe, dass auch Bruneck in diese Richtung geht, und dass andere Gemeinden Südtirols diesem Beispiel folgen.”